Der Bereich Rechtsanwälte

Im Bereich „Rechtsanwälte“ finden Sie neben Informationen rund um den Anwaltsberuf alles Wissenswerte zum anwaltlichen Berufsrecht und Vergütungsrecht. Sie können sich hier auch darüber informieren, was Sie zu beachten haben, wenn Sie die Qualifikation als Fachanwalt anstreben bzw. bereits besitzen.

Der Bereich RA-Fachangestellte

In diesem Bereich finden Sie Informationen rund um den interessanten und zukunftssicheren Beruf des/der Rechtsanwaltsfachangestellten und zur Weiterbildung zum/zur Geprüften Rechtsfachwirt/in.

Der Bereich Mandanten

Im Bereich Mandanten finden Sie neben Informationen über die Aufgaben der Rechtsanwaltskammer München alles Wissenswerte, was Sie bei der Beauftragung eines Rechtsanwalts wissen sollten. Hier finden Sie auch die Namen und Adressen anderer Ansprechpartner, wenn die Rechtsanwaltskammer München nicht für Sie tätig werden kann.

Der Bereich RAK München

In diesem Bereich können Sie sich unter anderem über die Gremien und die Aufgaben der Rechtsanwaltskammer München informieren. Hier können Sie auch alle Veröffentlichungen der Rechtsanwaltskammer München in elektronischer Form abrufen.

Artikel

Aktuelle Infos und Seminare zum beA


Die Bundesrechtsanwaltskammer hat im kürzlich veröffentlichten beA-Newsletter aktuelle Informationen zur Verfügung gestellt:


Wie sieht mein Postfach aus, wenn es wieder gestartet ist?
Viele Anwältinnen und Anwälte, die ihr Postfach bereits im vergangenen Jahr eingerichtet und genutzt haben, fragen sich derzeit, in welcher Form sich das beA ab September wieder präsentieren wird. Muss man sich nochmals registrieren? Muss man alle an Mitarbeiter vergebenen Rechte nochmal neu vergeben? Und sind jetzt alle alten Nachrichten weg? Dies ist nicht der Fall.

Was alles erhalten bleibt, sehen Sie hier im Überblick:

  • Sofern Sie sich bereits im vergangenen Jahr registriert haben, ist eine erneute Registrierung nicht mehr erforderlich. Sobald Sie also die neue beA Client Security installiert haben, können Sie sich wie gewohnt anmelden.
  • Alle bis zur Deaktivierung eingegangenen Nachrichten sind noch vorhanden.
  • Auch die Email-Adresse für automatische Benachrichtigungen, wenn Nachrichten in Ihrem beA eingehen, ist weiterhin hinterlegt.
  • Die Benachrichtigungsfunktion ist nach wie vor aktiv.
  • Sonstige Konfigurationen in Ihrem beA sind erhalten geblieben (z.B. Etiketten, Ordnerstruktur)
  • Berechtigungen, die Sie an andere Personen für Ihr Postfach vergeben haben, sind unverändert erhalten. Umgekehrt können auch Sie selbst z.B. beA-Postfächer von Kollegen wieder einsehen, die Ihnen zuvor die entsprechende Berechtigung erteilt haben.

    Bitte beachten Sie: Sollten sich in Ihrer Kanzlei zwischenzeitlich personelle Veränderungen ergeben haben, sollten Sie die Rechteverwaltung selbstverständlich rasch anpassen, sobald das beA-System wieder online ist.

 

Was muss ich zur beA-Karte Mitarbeiter beachten?
Generell sollte man klären, wie viele Personen eine beA-Karte benötigen und diese – falls nicht schon getan – noch bei der Bundesnotarkammer bestellen. Dabei handelt es sich sinnvollerweise um alle Kanzleimitarbeiter, die bisher auch schon Postein- und ausgänge bearbeiten. Bitte beachten Sie, dass jeder Mitarbeiter eine eigene Karte nutzen muss, denn die Karte sowie die dazugehörige PIN dürfen nicht an andere Personen weitergegeben werden. Zum Ablauf: Mitarbeiter müssen zunächst vom Postfachinhaber im beA-System angelegt werden, sich danach erstregistrieren und schließlich die entsprechenden Rechte des Anwalts erhalten, was gelesen und getan werden darf. Anmeldung am Postfach, Anlegen von Benutzern und Rechtevergabe sind aber erst möglich, wenn das System wieder online ist.

 

Was kann ich tun, wenn ich mit der Erstregistrierung nicht weiter komme?
Prüfen Sie zunächst, ob alle Grundvoraussetzungen für einen Zugang gegeben sind, z.B. das passende Betriebssystem und ein aktueller Browser.

Welche Betriebssysteme und Browser das beA derzeit unterstützt, finden Sie hier auf der Website der RAK München unter „SAFE-ID und Bestellprozess“.

Verwenden Sie außerdem nur kompatible Kartenlesegeräte, die über eine aktuelle Firmware verfügen. Schließen Sie das Kartenlesegerät (ohne eingesteckte Karte) an, bevor die beA Client Security startet. Währenddessen sollten keine anderen Anwendungen auf den Kartenleser zugreifen. Sollte dies der Fall sein, beenden Sie diese. Erst nach dem vollständigen Start der neu installierten Client Security rufen Sie den Browser auf und gehen dort auf die Anmeldeseite des beA. Klicken Sie dort auf „Registrieren“ und stecken Sie anschließend die beA-Karte in das Lesegerät.

 

Neue Rechtsprechungen zum beA
Im Beschluss vom 28.06.2018 ging es um die generelle Einführung des beA. Ein Rechtsanwalt hatte die BRAK darauf in Anspruch genommen, die Einführung des beA zu unterlassen. Als Gründe nannte er die Verletzung seines Grundrechts der Berufsfreiheit und seines Grundrechts der Gewährleistung der Integrität und Vertraulichkeit informationstechnischer Systeme. Der AGH Berlin und der BGH wiesen die Klage zurück. Laut des BGH beruhe die gesetzliche Aufgabe der BRAK (sicherzustellen, dass der Zugang zum beA nur durch ein sicheres Verfahren mit zwei voneinander unabhängigen Sicherungsmitteln möglich ist) auf der Annahme, dass eine sichere Übermittlung der Daten möglich sei. Es sei nicht die Aufgabe des AGH und des BGH, diese gesetzgeberische Einschätzung durch eine eigene Bewertung der heute möglichen und erwarteten Datensicherheit zu ersetzen.

Darüber hinaus hatte sich ein klagender Rechtsanwalt gegen die Umlage zur Finanzierung des elektronischen Rechtsverkehrs für das Jahr 2016 gewandt, zu deren Zahlung ihn die zuständige Rechtsanwaltskammer aufgefordert hatte. Der Anwaltsgerichtshof lehnte die Klage ab und auch der BGH lehnte die beantragte Zulassung der Berufung mit Beschluss vom 25.06.2018 ab. Laut dem BGH setze die Umlage nicht voraus, dass das beA empfangsbereit sei. Er betonte, dass die Zulässigkeit der Umlage nicht davon abhänge, ob der Kläger das Postfach nutze. Denn die Kosten entstünden bei der BRAK nicht aufgrund der Nutzung des Postfachs durch einzelne Rechtsanwälte, sondern aufgrund der Einrichtung des beA als der BRAK gem. § 31 a I 1 BRAO übertragenen Aufgabe.

 

Seminare
Die Rechtsanwaltskammer München bietet zahlreiche Seminare zum besonderen elektronischen Anwaltspostfach an. Hier finden Sie eine Übersicht der kommenden Veranstaltungen:

  • 29.08.2018: „Informationsveranstaltung zum beA für Einsteiger“
  • 03.09.2018: „Informationsveranstaltung zum beA für Einsteiger“
  • 11.09.2018: „Informationsveranstaltung zum beA für Einsteiger“
  • 09.10.2018: „Informationsveranstaltung zum beA für Einsteiger“
  • 22.10.2018: „beA und die Haftung“


Anmeldemöglichkeiten sowie weitere Seminare finden Sie in unserem Seminarportal.

Darüber hinaus bietet auch das DAI „beA: So geht´s“-Seminare an. Eine Basisveranstaltung zu diesem Thema findet in Kooperation mit der RAK München am 06.09.2018 in den Räumen der Rechtsanwaltskammer München statt. Weitere Informationen und die Anmeldung hierzu finden Sie auf der Website des DAI.